|
Und was war an Pfingsten?
Gespräch an einem Pfingstsamstag in einem Zug. Die Schaffnerin fragt: "Weiß eigentlich jemand, was Himmelfahrt los war? An Ostern ist doch Jesus gekreuzigt worden, oder?"
Eine Frau im Abteil: "Nein, Karfreitag ist er gekreuzigt worden, an Ostern ist er auferstanden."
Die Schaffnerin: "Und was war an Himmelfahrt?"
Die Frau: "Da ist Jesus zum Himmel gefahren."
Die Schaffnerin: "Ach so, und an Pfingsten ist er wiedergekommen."
Die Frau: "Nein, da ist der Heilige Geist gekommen."
Die Schaffnerin, ziemlich verwirrt: "Na ja, dann ist es nur gut, dass Luther uns diese zwei freien Tage verschafft hat. -"
Bibelleser schütteln über diese Unterhaltung den Kopf. Wie kann man nur so ungebildet sein und nicht mal die einfachsten Dinge wissen?
Wie gut, dass die Reisende im Zug der Schaffnerin richtig antworten konnte. Es ist ja nicht so einfach, verständlich zu erklären, was unsere Feiertage bedeuten.
Es stimmt: Unsere Mitmenschen haben falsche Vorstellungen von den christlichen Festen. Sie haben es nie anders gelernt. Und das hat auch mit uns zu tun.
Christen sind zu lang davon ausgegangen, dass in einem christlichen Land alle über Jesus Bescheid wissen. Deshalb haben wir versäumt, immer wieder die Grundbegriffe des Glaubens zu erklären.
Das betont schon der Apostel Paulus. Er schreibt: "Jeder, der den Namen des Herrn anruft, der wird von ihm gerettet. Wie aber sollen die Menschen zu Gott beten, wenn sie nicht an ihn glauben? Wie sollen sie zum Glauben an ihn kommen, wenn sie nie von ihm gehört haben? Und wie können sie von ihm hören, wenn ihnen niemand Gottes Botschaft verkündet?" (Rö 10,13f).
Die Wochen von Palmsonntag bis Pfingsten bieten Christen die Gelegenheit, die wahre Botschaft der Feste zu bekennen. Alles hat mit Jesus Christus zu tun. Wer ihn kennt und ihm folgt, ist gerettet.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Pastor Jörg Enners
|